Starnberger O-Jollen-Cup 2022

 

Zum zweiten Mal veranstaltete der Münchener Ruder- und Segelverein „Bayern“ den Starnberger O‑Jollen-Cup. 

 

Um es gleich vorweg zu sagen: Diese Veranstaltung lebt von dem großen Engagement und der Begeisterung unseres Segelfreundes Wolf Rüdiger für den Segelsport und im Besonderen für die O‑Jolle. Es wurden Meldungen für 20 Boote aus Nah und Fern abgegeben. Der Teilnehmer mit der weitesten Anreise, Ludger Kämper (GER 1405) vom Baldeneysee, erhielt ein besonderes Begrüßungsgeschenk in Form eines „bayerischen Hopfentees“ und einer „kantigen Wurst“. Auch der jüngste Teilnehmer muss an dieser Stelle erwähnt werden: Clemens Ludwig (AUT 77), eine große österreichische Nachwuchshoffnung. Sein 4. Gesamtrang bestätigt dies auch eindrucksvoll. 

 

Nachdem alle Boote vorbereitet waren, teilweise gekrant oder geslippt wurden, begaben wir uns zum Startbereich. Drehende und böige Windverhältnisse machten es dem Wettfahrtleiter Bernd Hassenjürgen nicht immer leicht, trotzdem konnten wir am Samstag vier Wettfahrten segeln.

 

Sonnenschein und drohende Regenwolken wechselten mehrmals, die wasserdichte Seglerbekleidung wurde daher auch mehrmals an- und ausgezogen, wir blieben aber von großen Regenmengen verschont. 

 

Alle vier samstäglichen Wettfahrten wurden vom Start bis ins Ziel von Carlo Forster (GER 1339) dominiert. Auch ein UFD in der dritten Wettfahrt wirkte sich auf den verdienten Gesamtsieg nicht aus. Die Gruppe der Verfolger wurde von Gerd Zimmerly (GER 150) mit drei zweiten Plätzen und einem zweiten Gesamtplatz angeführt. Dritter in der Gesamtwertung wurde Andreas Knittel (AUT 104).

 

Das Hauptfeld segelte sehr kompakt, Platzierungen wechselten laufend. Dies machte sich vor allem an der Leetonne mit der einen oder anderen Berührung bemerkbar, und „alte Füchse“ konnten auf der folgenden Zielkreuz noch den einen oder anderen Platz gutmachen.

 

Der erste Tag wurde mit einem gemeinsamen Segleressen beendet. Das italienische Restaurant des Clublokales verwöhnte uns mit südländischen Köstlichkeiten.

 

Der Sonntagmorgen begrüßte uns mit Sonnenschein und stabilem Hochdruckwetter. Leider wurde sehr bald klar, dass der erhoffte Wind ausbleiben würde, und hier bewies die Wettfahrtleitung Weitsicht und erklärte zu Mittag die Regatta für beendet. Da wir am Samstag vier Wettfahrten gesegelt waren und somit ein Streicher möglich war, waren alle Teilnehmer einverstanden.

 

Die Siegerehrung war wieder geprägt von Wolfs großem Engagement: Kein Teilnehmer ging mit leeren Händen nach Hause. Zum Abschluss wurden alle Teilnehmer mit einem Gläschen Sekt, einer ausgezeichneten selbstgemachten Torte und Muffins verabschiedet.

 

Im Namen der teilnehmenden O-Jollen-Segler möchte ich mich bei Wolf und dem MRSV für die freundliche und sehr persönliche Aufnahme, aber auch für die faire und sportliche Durchführung der Regatta bedanken und kann nur allen Nicht-Teilnehmern empfehlen, im Jahr 2023 den Weg an den Starnberger See zu suchen.

 

Bernhard Heil, AUT 96