Segelvermessung
Gerüchte
von der holländischen Meisterschaft kündigten Probleme neuer Segel mit der
Nahtbreite an, die angeblich das Limit von 20 mm nicht einhalten sollten. Dies
führte zu hektischen Aktivitäten bei den Segelschneidern im Vorfeld er IDM. Im
Programm zur IDM konnte man unter dem Eintrag Vermesser - Günter Ahlers lesen Günter Ahlers, der ehemalige Chefvermesser des DSV und von der
ISAF für sein langjähriges Enagaement geehrt, hat sich aber nicht nur auf die
Breite der Segelnähte konzentriert, sondern in einer Mängelliste an die Jury sachlich
aufgezeigt, was bei den präsentierten Segeln nicht stimmte. Das Ergebnis war ziemlich niederschmetternd, denn es hätte bei
strenger Handhabung den Ausschluß von einem Drittel der 70 gemeldeten Starter
bedeutet.
Stempel und Unterschrift von Herrn Ahlers auf den
Regattasegeln bedeutete deswegen nicht unbedingt, dass ein Segel allen
Vermessungsvorschriften entspricht, sondern lediglich, dass es nicht zu groß
geschnitten ist und andere Regelverstösse durch die Jury - ausschlieslich für
die IDM 2009 - geduldet wurden.
Zu Beginn der Vermessung – als die Entscheidung der Jury über die lange
Mängelliste noch ausstand - gab es deswegen auch lange Gesichter und hektische
Beschäftigung der Segelschneider in Flensburg und Kiel.
Insgesamt waren wir jedoch alle froh, im Rahmen der IDM Klarheit darüber
zu bekommen, was bei Regattasegeln erlaubt ist und was nicht.
Günther Ahlers beklagte sich lediglich, dass die Regeln für das
O-Jollensegel sehr kompliziert abgefasst seien und viele Kniebeugen bei der Vermessung erforderlich machten, die
bei einem vermessungsfreundlichen Regelwerk nicht notwendig seien. Beim Drachen
würde man für alle 3 Segeln (Haupt-, Vorsegel und Spi) lediglich 5 Minuten
benötigen. Vielleicht könnten unsere technischen Delegierten Anregungen von
Günter Ahlers aufgreifen, um auch für die O-Jollen eine effizientere Segelvermessung
zu erreichen.


|
= max 6400 mm - von der hinteren Ecke des Kopfbrettes zur Unterseite des Rutschers, wo dieser im Großbaum verschwindet |
|
= max 2090 mm - von Mitte des Achterlieks zum nächstliegenden Punkt des Vorlieks inkl. Liektau |
|
= max 1250 mm - von ¾ Länge des Achterlieks zum nächstliegfenden Punjkt ds Vorlieks |
|
= Breite rechtwinkelig zum Vorliek max 150 mm inkl. Vorliek |
|
= maximal 120 mm x120 mm |
4.1.1 primäre -> beliebig viele Lagen
|
= innerhalb eines 360 mm Radius |
4.1.2 sekundäre -> insgesamt 3 Lagen
|
= innerhalb eines 950 mm Radius - Achtung: bei radialem Schnitt der Nock zählen auch die Überlagerungen der Segelbahnen |
|
= maximal 20 mm |
|
= maximal 35 mm kontinuierlich verlaufend |
|
= Achterliek muss in 5 gleiche Teile unterteilt werden - eine Abweichung von +/- 50 mm ist erlaubt |
8 Position des Herstellerlogos
|
= innerhalb eines Radiuses von 510 mm von Nock am Mastfuss |
Hier
gibt es eindeutige Regeln der ISAF, die ich in der Klassenvorschrift nicht
gefunden habe.
|
= Künstlerische, von der ISAF Norm abweichende, Fonts zählen als Werbung |
|
= wurden i.A. nicht beanstandet |